Beerfelden liegt im Odenwald in 330 bis 540 Meter Höhe. Nach Süden hin zieht sich das enge und waldige Gammelsbacher Tal, in dem sich die Burgruine Freienstein befindet, bis zum Neckar hinab.
Östlich liegt das gräfliche Erbach-Fürstenausche Jagdschloss Krähberg, unter dem einer der seinerzeit größten Eisenbahntunnel (3,1 km lang, in 348 m Höhe) Deutschlands hinwegführt.
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Beerfelden liegt im Odenwald in 330 bis 540 Meter Höhe. Nach Süden hin zieht sich das enge und waldige Gammelsbacher Tal, in dem sich die Burgruine Freienstein befindet, bis zum Neckar hinab.
Östlich liegt das gräfliche Erbach-Fürstenausche Jagdschloss Krähberg, unter dem einer der seinerzeit größten Eisenbahntunnel (3,1 km lang, in 348 m Höhe) Deutschlands hinwegführt.
Beerfelden wurde bereits im 10. Jahrhundert vom Kloster Lorsch zu Lehn gegeben. Beerfelden wurde 1032 erstmals unter dem Namen "Burrifelden" im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt. 1328 wurden Beerfelden (damalige Schreibweise "Baurenfelden") die Stadtrechte verliehen.
1806 im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses von der Grafschaft Erbach an Hessen.
Am 29. April 1810 brennt fast der gesamte Ort ab. Der Großherzog von Darmstadt sowie der Graf von Erbach-Fürstenau sorgen für Hilfsmaßnahmen. Die Hessische Brandkassekuratorionskasse darf 172 802 Gulden für den Wiederaufbau bezahlen.
Bauwerke Beerfelden besitzt den einzigen vollständig erhaltenen Galgen in Deutschland, wenn nicht gar in ganz Europa. Dieser wurde 1597 anstatt eines einfachen Holzgalgens errichtet.
Der Ort wurde vor allem wegen seiner schönen Aussicht gewählt, um dem Delinquenten die Strafe noch schlimmer zu gestalten. Vorbeiziehenden Menschen mit übler Gesinnung war es ein äußerst wirksames Abschreckungsmittel. Weiter gibt es Eisenbänder, welche die Rotsandsteinsäulen mit ihren 6 Metern Höhe zusammenhalten. Diese Bänder wurden vor langer Zeit erneuert. Sie wurden angeblich im Jahr 1814 von hier lagernden Kosaken herausgerissen, die damit ihre Pferde beschlugen. Um dem Galgen herum stehen sieben Linden, die an die alte Thing-Gerichtsbarkeit erinnern sollen, wobei es noch eine sogenannte Zentlinde gab, die dazu diente, vor ihr die Urteile zu fällen und zu verkünden. Diese soll sich am westlichen Ausgang der Stadt befunden haben; ihre Spuren sind jedoch nicht mehr erkennbar.
Quelle: http://www.wikipedia.de Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen http://www.beerfelden.de
Die St. Leonhardskapelle wurde über einer Quelle errichtet, der heilende Wirkung zugesprochen wurde. Es wurde ein Wallfahrtsort für Bauern und Pferde. Für kranke Pferde wurden Hufeisen mitgebracht um deren Heilung zu erbeten. Dass die Pferde von weit herkamen beweißt, dass ältere Menschen von einem Leonhardspfad, der über Wald-Michelbach bis gegen Worms, sprechen. Nach dem Einzug der Reformation in den Odenwaldkreis verfiel die Kapelle. Steine wurden für die umliegenden Häuser benutzt. Auch für die Erweiterung des Beerfelder Friedhofs wurden Steine abgefahren. Auch der Graf zu Erbach ließ die Mauerwerke für die Fenster der ...
Die Hirschhorner Höhe, die vom Rücken der Wasserscheide zwischen Main und Neckar bei Beerfelden über Rothenberg bis zum "Steinernen Tisch" bei Hirschhorn reicht, wird östlich von dem tief eingeschnittenen Gammelsbachtal begrenzt. Dieses Waldtal ist in seiner oberen Hälfte durch die langgestreckte Hubensiedlung Gammelsbach gelichtet und hat die B 45 aufgenommen. Über der Dorfmitte schiebt sich die Kuppe des Weckberges an der westlichen Talseite vor. Sein Steilhang ist von den Sandsteinmauern der Burg Freienstein bekrönt.
Zur Regulierung der Mümling und ihrer Nebenbäche errichtete der Wasserverband Mümling 1978-82 für rund 31 Millionen Mark am Unterlauf des Marbachs ein Hochwasser-Rückhaltebecken, das sich auf den Gemarkungen dreier Kommunen ausbreitet. Es erfasst mit ca. 56 Quadratkilometern 15 Prozent des Einzugsgebiets der Mümling. Der Erdstaudamm hat eine Höhe von 18 Metern, eine Breite am Fuß von 80 Metern, eine obere Breite von neun Metern und eine Kronenlänge von 150 Metern. Die Abdichtung des Dammes besteht aus einer Asphaltbetonhaut, die sich außen an der Stauseite befindet. Die Wasserabgabe erfolgt über ein im Talgrund verlegtes R ...
Schon in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde auch im Odenwald immer mehr der Wunsch laut, die wichtigste verkehrstechnische Neuerung des 19. Jahrhunderts, die Eisenbahn, in diesem südlichen Mittelgebirge einzuführen. Um die Jahreswende 1860/61 stellte der Bezirksrat des Kreises Erbach den ersten Antrag zum Bau einer das Mümlingtal durchziehenden Eisenbahn an das Großherzogliche Ministerium Hessen in Darmstadt. Da es aber größere Schwierigkeiten bezüglich der Trassenführung der Bahn gab, konnte mit dem Bau der Odenwaldbahn erst am 1. Februar 1869 begonnen werden. Die Odenwaldbahn hatte bedeutende außergewöhnliche ...
Nach dem großen Brand 1810 wurde der gräflische Baumeister Jänisch mit der Neugestaltung der Stadt beauftragt. Hierbei dürfte auch die Brunnenanlage der Mümlingquelle, damals ein von großen Bäumen umgebener Achtröhrenbrunnen, ihre heutige Form erhalten haben. Bereits 1832 mussten zur Reparatur fast 1.000 Gulden aufgewendet werden. Die letzten umfangreichen Restaurierungsarbeiten fanden 1992 statt, bei denen die Auslaufrinnen und die Platten des Bodenbelags erneuert wurden. Der Zwölfröhrenbrunnen war bis zum Bau der Wasserleitung in den Jahren 1895-98 die Hauptversorgungsstelle der Bevölkerung. Daneben existierten noch Handpumpen und ca. 20 Ziehbrunnen, von denen einer in der Hirschhorner Straße erhalten blieb. Die Brunnenanlage diente allein der Trinkwasserversorgung, Viehtränke und Waschplatz befanden sich auf der gegenüberliegenden Seite. Seit dem Jahr 1991 feiert die Marktstadt Beerfelden alljährlich im Mai ein Brunnenfest. ...
Der Galgen von Beerfelden ist der größte und besterhaltene im Bundesgebiet, wenn nicht sogar in Europa. Drei schlanke Rotsandsteinsäulen von ungefähr 6 m Höhe, in einem Dreieck aufgestellt, bildeten das Hochgericht der Oberzent unter der Herrschaft der Grafen von Erbach. Diesen wurde 1806 durch die Mediatisierung seitens Napoleons I. die Gewalt über Leben und Tod ihrer "Untertanen" entzogen.
Der Galgen wurde 1597, also vor dem 30-jährigen Krieg, anstelle eines Holzgalgens errichtet und war somit im Jahr 1997 400 Jahre alt geworden. Die letzte Hinrichtung fand laut Überlieferung 1804 statt. Der Delinquent soll eine Zigeunerin gewesen sein, die für ihr krankes Kind ein Huhn und zwei Laib Brot gestohlen hatte. Vermutlich wurde sie nach damaligem Recht in flagranti ertappt, diesmal vielleicht wegen einer Bagatelle, dann aber für alle Indizien büßen sollte, ist in manchen Ländern bis heute noch nicht ungewöhnlich. In den Kirchenbüchern ist lediglich eine Hinrichtung im Jahre 1746 dokumentiert. Ehebruch und Diebstahl kosteten Adam Beisel aus dem Nachbarort Unter-Sensbach damals das Leben. ...
Der Weg führt auf einer früheren Überwald-Bahntrasse entlang des Ulfenbachtales. Von Hessens bestem Café im Gassbachtal (Hoga-Auszeichnung 2007), dem sagenumwobenen Siegfriedbrunnen bis hin zum Himbächel-Viadukt und einer sehr reizvollen Natur des Ulfenbachtales kann man hier noch den Odenwald pur e ...